Drei Taro Knollen

Taro – Die Wasserbrotwurzel

Dieses Gemüse heißt Taro. Besser gesagt, auf dem Foto siehst du Taroknollen, das sind die Rhizome eines Aronstabgewächses. Auf deutsch wird Taro auch Wasserbrotwurzel genannt.

Taro ist typisch für Vietnam, d.h. überall, an jeder Ecke, findet man diese Pflanze. Normalerweise wächst sie wild, man muss sie nicht unbedingt pflanzen. Mit ihren grossen Blättern braucht die Taropflanze viel Wasser, deshalb wächst sie gerne an feuchten Stellen, zum Beispiel neben einem Teich. 

Von Taro gibt es verschiedene Sorten, eine hat lila-rote Stängel und die andere ist ganz grün.

Die lila-rote Sorte isst man nicht in Vietnam, sondern wir nutzen sie als Schweinefutter. Diese Tarosorte reizt die Haut und es juckt, wenn ihr Saft auf die Haut kommt. Wenn man also die Blätter drückt, bis der Saft austritt und du bekommst was davon auf die Haut, dann juckt es fürchterlich. Sei also vorsichtig damit. Die Sorte mit den grünen Stängeln reizt die Haut weniger oder gar nicht.

Die stärkehaltigen Taroknollen, die du auf dem Foto sehen kannst, verwendet man ähnlich wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Allerdings sind sie ein bisschen fester und etwas klebrig. Und sie schmecken ganz anders, nämlich nussig und leicht süß.

Es wird empfohlen, dass man rohe Taro nicht essen sollte, sondern nur gegart. Schäle die Taroknolle und entferne die haarige, äussere Haut. Dann kannst du sie in Stücke schneiden oder im Ganzen kochen. Taroknollen kannst du braten, kochen, rösten und sie für Eintöpfe, als Beilage oder Püree verwenden.

In der vietnamesischen Küche kochen wir die Taroknollen gerne mit Knochen oder wir machen eine Süßspeise daraus. Die Blätter und Stängel dünsten wir, ähnlich wie Spinat, als Blattgemüse mit Fisch oder Fleisch.

Die stärkehaltige Taro war ein Grundnahrungsmittel während dem Krieg im Jahr 1945. Heutzutage isst man Taro nicht mehr so oft, sondern nur ab und zu kocht man daraus eine Süßspeise. 

Auf den vietnamesischen Märkten werden überall Taroknollen angeboten. In Deutschland gibt es Taro vor allem im Asia-Markt. Beim nächsten Mal, wenn du dort einkaufen bist, kauf doch eine Knolle Taro und koch sie wie Kartoffeln. Dann kannst du probieren, wie Taro schmeckt. 

MySapa, das vietnamesische Restaurant in Heilbronn

Und wenn du testen möchtest, wie der Saft der rotstieligen Taro juckt, dann komm zu uns. In unserem Restaurant haben wir viele Pflanzen. Darunter gibt auch lila-farbenen Taro, den habe ich vom Garten meiner Oma mitgenommen und der juckt wirklich.

In Deutschland sehe ich Taropflanzen immer wieder im Blumenladen, das heißt Taro wird als schöne Zimmerpflanze verkauft. Möchtest du dein Zimmer grüner und eine tropische Atmosphäre machen? Dann komm vorbei, ich kann dir einen Ableger von meiner Pflanze schenken.

MySapa kocht mit Liebe.

Drei Taro Knollen
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